Schnalser Nudel

150 Min.
Mittel

Zutaten für 4 Personen

Zutaten

  • 1 Kg Roggenmehl
  • 750 g Magerquark
  • 1 EL Salz
  • 500 g Butter

Schritt 1: Alles zusammen so lange kneten, bis ein fester Teig entsteht.

Schritt 2: Dann durch einen Schnalser Nudeldruck* pressen.

Schritt 3: Die Butter in einer Pfanne erhitzen, nicht braun werden lassen, die Nudeln hineingeben, fleißig umrühren, wenn die Nudeln gar sind, herausnehmen.

Schritt 4: Als Hauptgericht mit Schnalser Lammragout servieren.

Als Dessert mit Preiselbeermarmelade, Marillenmarmelade oder Apfelmousse servieren.

Den einzigartigen Nudeldruck gibt es im Schnalstal auf vielen Bauernhöfen.

GESCHICHTE ZU DEN SCHNALSER NUDELN Es ist eines der faszinierendsten Gerichte in der Südtiroler Kulinarik-Historie: die Schnalser Nudeln. Manch einer behauptet ja, die Schnalser haben die Spaghetti erfunden ... Tatsächlich sind die Schnalser Nudeln ein kleines Mysterium. Woher sie stammen, ist nicht ganz geklärt. In der traditionellen Alpenländischen Küche gibt es immer wieder Eigenheiten, die so ein Tal hervorbringt. Diese ähneln dann aber vergleichbaren Gerichten aus einem anderen Tal zumeist. Bei den Schnalser Nudeln ist es anders. Die Art und Weise der Herstellung ist hier die Crux. Bei der Zubereitung gibt es zwar Besonderheiten, wie z.B. die Tatsache, dass die Nudeln nie ins Wasser kommen, aber das wäre nicht so einzigartig. Dazu mehr im Rezept. Doch: zum Einsatz kommt eine ganz spezielle Nudelpresse, die „Nudeldruck“. In dieser Form gibt es keine Vergleichbare Maschine in den Nachbartälern, ja gar in ganz Tirol. Und diese Presse gibt so viele Rätsel auf. Woher sie stammt, weiß man nicht. Dazu gibt es mehrere Theorien, die wir ganz kurz anschneiden möchten. Theorien haben natürlich immer den Vorteil, dass jeder sich die plausibelste aussuchen kann. Wir sind ganz klar für die „Helmuth“-Theorie! Aber seisdrum, dieses Gericht hat etwas sehr Faszinierendes an sich und wir sind mega Stolz, die Schnalser Nudeln auf unserer Karte zu haben. Und das soll auch so bleiben!

Rezept aus Urgroßmutters Kochbuch: übergeben von der langjährigen Küchenchefin Johanna Santer vom Oberraindlhof