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Die Gsieser Osterochsen

Gericht mit Geschichte

Schon vor 200 Jahren schwärmten die Zeitgenossen vom zarten, feinfaserigen Fleisch der mächtigen Gsieser Osterochsen. Und auch heute noch gelten sie als Delikatesse.
Im Tal erzählt man sich, es soll gar an der kaiserlichen Ostertafel in Wien kredenzt worden sein. Die Gsieser Ochsen zeichneten sich schon damals durch ihre besondere Mast aus: Im Frühjahr kamen die „Augkehralan“, die Jungrinder, auf die Hochweide. Hier durften sie mindestens zwei Sommer lang auf den Ochsenwiesen unter der Obhut ihres Hirten, des „Ochsners“, wachsen und gedeihen, denn der Leitspruch der Bauern war: „Im Sommer die Knochen, im Winter das Fleisch“. War es dann im Frühjahr Zeit für den großen Ostermarkt, trieben die Bauern ihr Prunkstück selbst durchs Tal zum Markt in St. Lorenzen im Pustertal. Die Metzgermeister stritten um den besten Ochsen, zierten das ersteigerte Tier festlich und zogen damit stolz durch die Lauben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fast aufgegeben, erweckten die Gsieser diese alte Tradition in den letzten zwanzig Jahren wieder zum Leben. In St. Lorenzen finden aufs Neue die Osterochsenversteigerungen statt. Auf so manchem Ostertisch finden Sie das schön marmorierte Fleisch der 700 Kilogramm schweren Ochsen mit geschütztem Gütesiegel als geschmorte Wade oder Schulter, als Filet, Tartar oder Hochrippe. Aber seien Sie gewarnt: Wer einmal das Fleisch der Gsieser Ochsen gekostet hat, kommt davon nicht mehr los.


Zum Nachlesen:
Bachmann, Alois: Bäuerliches Leben und Arbeiten einst und jetzt. In: Bergbonifizierungskonsortium Gsies/Taisten (Hrsg.): Das Gsieser Tal. Ein Südtiroler Hochtal im Spannungsfeld zwischen Tradition und Zukunft. Gsies 1997, S. 300-328
Baur, Johannes (Hrsg.): Das Kirchenbuch des Kuraten Franz Anton Sinnacher für die Kirche von St. Magdalena in Gsies. Innsbruck 1965, S7f
Burger, Wolfgang: Zur Geschichte des Gsieser Tales von 769 bis zum Ersten Weltkrieg. In: Bergbonifizierungskonsortium Gsies/Taisten (Hrsg.): Das Gsieser Tal. Ein Südtiroler Hochtal im Spannungsfeld zwischen Tradition und Zukunft. Gsies 1997, S. 111
Grass, Nikolaus & Holzmann, Herbert: Geschichte des Tiroler Metzgerhandwerks und der Fleischversorgung des Landes. Tiroler Wirtschaftsstudien (35). Innsbruck 1982, S. 240
Kahn, Johann: Ochsenmast – Gsieser Osterochsen. In: Gsieser Gemeindeblatt, Jahrgang 18, 2008/2, S. 33f
Plant, Fridolin: Das Gsieserthal. In: Österreichische Touristen Zeitung vom 15. Mai 1868, Wien. S. 109-115
Weber, Beda: Das Land Tirol. Mit einem Anhange: Vorarlberg. Ein Handbuch für Reisende. Band 3: Nebenthäler, Vorarlberg. Innsbruck 1838, S. 134-137
 
16.04.2017Südtiroler Gasthaus
 

W wie Watten

Aus der Südtiroler Gasthauskultur

„Moch mr an Watter?“, wie oft hört man wohl diesen Satz in einem Südtiroler Gasthaus.
13.03.2017Burgi@SüdtirolerGasthaus
 
 
 
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