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Südtiroler Gasthaus

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Südtiroler Gasthauskultur
von A bis Z

Kurioses, Geschichtliches und Lesenswertes rund ums Südtiroler Gasthaus und um die Südtiroler Kultur

A wie ausgezeichnet
Die Kennzeichnung „Südtiroler Gasthaus“ ist für Mitgliedsbetriebe Wertschätzung und Auszeichnung zugleich – eine Art Siegel, das die ausgezeichnete Qualität des Betriebes zertifiziert.

B wie „Brennende Liab“
Die rote Geranie (Pelargonium) ist in Südtirol auch als „Brennende Liab“ bekannt. Zur Zeit der Option zu Propagandazwecken verwendet, schmückt sie auch heute noch die Balkonkästen zahlreicher Gasthäuser im ganzen Land.

C wie Charakter
Original erhaltene Bausubstanz, natürliche Küche aus unverfälschten Zutaten und ungekünstelte Herzlichkeit. Das sind die Elemente, die den authentischen Charakter, der Südtiroler Gasthäusern eigen ist, ausmachen.

D wie Dorfgeschehen
Das Gasthaus ist in Südtirol traditionellerweise nicht nur architektonisches, sondern auch gesellschaftliches Zentrum jeder Ortschaft. Beim Wirt trifft sich die Dorfgemeinschaft regelmäßig zum Stammtisch, tauscht bei Kaffee oder einem Glasl Wein die letzten Neuigkeiten aus oder spielt eine Runde „Watten“.

E wie erhalten
Erhalten, was gut ist. Das ist das oberste Prinzip der Südtiroler Gasthäuser, wo der sorgsame Umgang mit alter Bausubstanz und die Wahrung und Pflege historisch gewachsener Tisch- und Wirtshauskultur groß geschrieben werden.

F wie familiär
Südtiroler Gasthäuser sind großteils familiengeführt. Das schafft eine besonders heimelige und familiäre Atmosphäre, in der man sich auf Anhieb wohlfühlt. Und nicht selten wird ein Besuch beim Wirt zu einem befreienden Gespräch beim Seelendoktor, der für jeden ein offenes Ohr hat.

G wie „Glaggele“
Es passt zu jeder Gelegenheit und Tageszeit und ist als Maßeinheit glücklicherweise recht vage: „Ich war nur schnell ein Glaggele trinken“ heißt es dann, auch wenn aus dem einen Tropfen oder Gläschen Wein am Ende doch zwei oder mehr geworden sind.

H wie Herrgottswinkel
Der Herrgottswinkel ist die Zimmerecke in der getäfelten Stube, in der das Kreuz hängt. Esstisch und Herrgottswinkel bildeten einst den familiären Mittelpunkt des religiösen Lebens: Hier versammelte man sich zum gemeinsamen Essen und Beten. Und auch heute noch ist die Eckbank im Herrgottswinkel ein beliebtes Plätzchen zum Verweilen.

I wie Identität
Südtiroler Gasthäuser stehen für eine regionale Identität, die den internationalen Vergleich nicht scheuen muss: herzliche Gastlichkeit, altehrwürdige Ambiente und südtiroltypische kulinarische Hochgenüsse sind weit über unsere Landesgrenzen hinaus bekannt und beliebt.

J wie Jahreszeiten
In Südtiroler Gasthäusern kommt auf den Tisch, was Region und Saison hergeben. Hier, wo die Natur den Rhythmus noch stark mitbestimmt, prägen die vier Jahreszeiten nicht nur Landschaft und Arbeit, sondern auch die Speisekarte. Das garantiert Frische und unvergleichlichen Geschmack.

K wie „Kranebitter“
Der „Kranebitter“ ist ein Wunder wirkender Wacholderschnaps, dessen wohltuende verdauungsfördernde Wirkung so mancher mit dem einen oder anderen Stamperle (südtirolerisch für „Schnapsglas“) heraufbeschwört.

L wie Lebensfreude
An einem Gasttisch wird angeregt diskutiert, am nächsten werden Witze erzählt und an einem anderen Tisch wird beim Watten lauthals „geboten“ und „gegangen“ – in den Gaststuben der Südtiroler Gasthäuser spürt man das pochende Leben!

M wie Marende
Die Marende ist eine typische Südtiroler Brotzeit. Bestehend aus Speck, Wurst und Käse, Brot und Eingelegtem ist sie am Nachmittag genau das Richtige für den kleinen und großen Hunger.

N wie „Neuner“
Während andernorts oft erst gefrühstückt wird, geht so mancher Südtiroler oft schon zur zweiten Mahlzeit des Tages über. Um 9 Uhr morgens (daher auch „Neuner“ od. „Neiner“) werden Käse, Wurst, Speck, Schüttelbrot und vieles mehr aufgetischt.

O wie Ofen
Er ist in so mancher Wirtsstube auch heute noch zu finden: der wärmende Ofen, der besonders in den kalten Wintermonaten der gemütlichste Platz in der Stube ist.

P wie „Perlaggen“
Neben Watten (siehe W - „Watten“) ist Perlaggen wohl das meistgespielte Kartenspiel in Südtirols Gasthäusern.

Q wie Qualitätsprodukt
Eine alte Küchenweisheit besagt, dass ein Gericht immer nur so gut ist, wie seine Zutaten. In diesem Sinne werden in den Südtiroler Gasthäusern qualitativ hochwertige Zutaten weiterverarbeitet. Unberührte Natur, eine lange landwirtschaftliche Tradition und viel Fleiß sind die Grundlage für die Qualität und den unverfälschten Geschmack der traditionellen Südtiroler Produkte.

R wie „Ratschn“
Beim Reden kommen die Leute zusammen. Das ist in Südtirol nicht nur ein geflügeltes Wort, sondern täglich gelebte Realität. Um einen gemütlichen Tisch Neuigkeiten austauschen, über Gott und die Welt philosophieren: Diese weitum beliebte Beschäftigung nennt sich im Südtiroler Dialekt „Ratschn“.

S wie Stammtisch
Sowohl eine Gruppe von mehreren Personen, die sich regelmäßig im Gasthaus trifft, als auch der Tisch, um den sich diese Gruppe versammelt, werden „Stammtisch“ genannt. Traditionellerweise stehen im Mittelpunkt einer Stammtischrunde das gesellige Beisammensein, politische oder philosophische Diskussionen und das „Watten“ (siehe W - „Watten“), bei dem früher mitunter sogar um Haus und Hof gespielt wurde.

T wie Törggelen
Der Ausdruck für diese weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Südtiroler Tradition stammt vom Begriff „Torggl“ (Wein- oder Traubenpresse). Obwohl dieser Eindruck mitunter entstehen könnte, hat der Begriff mit „torkeln“ freilich nichts zu tun. Vielmehr steht er heute für geselliges Beisammensein bei allerlei typischen und besonders herzhaften Südtiroler Spezialitäten, bei Kastanien und bei neuem Wein.

U wie urig
Wer in einer richtig urigen Wirtshausstube sitzt, vergisst schon mal die Zeit. Die knarzenden Fußböden, die rustikalen Holztäfelungen und der wärmende Ofen vermitteln Ruhe und Gelassenheit und lassen Alltagsstress und Verpflichtungen vergessen.

V wie Vielfalt
Die Mitgliedsbetriebe der Gruppe "Südtiroler Gasthaus" zeugen von der Vielfalt der Südtiroler Gasthauskultur und spiegeln in ihrem gastronomischen Angebot den Facettenreichtum von Land und Leuten wider.

W wie „Watten“
Das „Watten“ ist ein (Süd-)Tiroler Kartenspiel, das sich großer Beliebtheit erfreut und – nicht nur – in den heimischen Gasthäusern gern gespielt wird. Grundsätzlich lässt sich die Bevölkerung in zwei Gruppen teilen: jene, die „Watten“ können, und jene, die es nicht können. Denn wer es nicht im Blut hat oder mit diesem Spiel aufgewachsen ist, tut sich mit dem Durchschauen der doch recht komplexen Regeln meist schwer.

X wie „xund“
Nicht nur schmecken soll es, auch „xund“ (gesund) muss es sein, das Essen in den Südtiroler Gasthäusern. Deshalb wird in der Küche großer Wert auf frische Produkte gelegt, und in vielen Gasthäusern kommen wohltuende Kräuter und gesundes Gemüse aus dem eigenen Garten auf den Tisch.

Y wie Ysop & Co.
Ysop, Petersilie, Majoran, Basilikum, Schnittlauch, Rosmarin und Co. geben den Gerichten, die in den Südtiroler Gasthäusern aufgetischt werden, den letzten Schliff und eine ganz besondere Note. Im Kräutergarten, der zu vielen Südtiroler Gasthäusern gehört, holen sich die Kräuter das Beste aus Luft und Boden und entwickeln eine ganz besondere Würzkraft.

Z wie Zirm
Dialektale Bezeichnung für Zirbel oder Zirbelkiefer. Sie kommt in Südtirols Gasthäusern auf zweierlei Weise zum Einsatz. Einerseits ist so manche Wirtsstube mit duftendem Zirbelholz getäfelt. Andererseits geben die Zapfen der Zirbe, mehrere Wochen lang in Schnaps eingelegt und nach überlieferter Rezeptur verfeinert, eine beliebte hochprozentige Spezialität ab: den Zirmschnaps oder Zirbeler.

DIE BROSCHÜRE

Blättern Sie die Broschüre der Gruppe "Südtiroler Gasthaus" durch oder bestellen Sie diese kostenlos. 

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Aus der Gasthaus-Küche

Rezepte der Gruppe "Südtiroler Gasthaus"
Zum Reinlesen und Nachkochen sind die typischen Südtiroler Rezepte gedacht. Gastwirtinnen und Gastwirte der Gruppe „Südtiroler Gasthaus“ haben sie mit Sorgfalt zusammengestellt.